The Dark Times

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 Erstes Wiedersehen x 2

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Sirius Black
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BeitragThema: Erstes Wiedersehen x 2   Do Mai 04, 2017 3:19 am

Die ersten Schritte, nachdem er das Krankenbett verlassen hatte und langsam zum Ausgang des Krankenflügels schlich, fielen Sirius unheimlich schwer. Er taumelte und musste von Remus gestützt werden, dessen Miene trotzdem nichts als überwältigendes Glück ausdrückte, ob der wundersamen 'Genesung' des Freundes. Alles hatte darauf hingedeutet, dass Sirius vielleicht für immer in dem komatösen Zustand verbleiben musste, in welchem er aufgefunden worden war.
Doch heute, mit einem Mal, war der Blick der gruseligen, geöffneten Augen klar geworden, aus der Leere zurückgekehrt in die der Black gestarrt hatte, ohne jede Regung. Sirius Stimme war krächzend gewesen, als er den Namen des Werwolfs gehaucht hatte, der neben seinem Bett Wache hielt, doch schon jetzt erholte sie sich zunehmend, und ihr Gespräch war unerwartet, und erfreulich, lebhaft geworden nachdem Sirius sich mit Lupins Hilfe erstmal aufgerichtet hatte. Madame Pomfrey war zwar noch eine gute Viertelstunde um ihn herum gewuselt, doch schließlich konnten die beiden Gryffindors gehen - unter anderem, weil die Krankenschwester offen zugab nicht die leiseste Ahnung zu haben was Black gefehlt - und was ihn wieder zurückgeholt hatte. Sie, so meinte die Dame, sei es vermutlich nicht gewesen. Und es gab auch keinerlei äußere Anzeichen, dass irgendetwas nicht stimmte, sah man einmal von den Folgen wochenlangen Liegens und Schweigens ab.
Natürlich hatte Remus Lupin nichts brennender interessiert als die Frage was dem Freund zugestoßen war, was er im Wald getrieben hatte, doch er war auch nicht übermäßig überrascht gewesen als er vernahm, dass Sirius sich an nichts erinnerte.
Auf der ersten Treppe angekommen hatten die Zwei kurz verschnauft, damit der Black-Spross sich sammeln und noch probehalber Bewegungen vollführen konnte, die ihm die Zeit im Krankeflügel verwehrt gewesen waren.
Währenddessen blinzelte Sirius immer wieder, denn es schien als sei sein Gehirn, oder seine Augen, damit überfordert die Welt wieder klar zu sehen. Schon seit einer Weile, wann vermochte er nicht zu sagen, hatte Black seine Umgebung...wahrgenommen. Mehr oder weniger. Alles war zersplittert gewesen, wie ein zerschlagenes Spiegelkabinett sie darstellen mochte hatte sich ihm die Realität geboten. Ein grauenhafter Zustand, der ihn, das hatte Sirius gespürt, zunehmend an den Rand des vollkommenen Wahnsinns gebracht hatte. Davon erzählte er Remus, der die Stirn runzelte und offenbar nicht recht wusste, was er davon halten, oder gar dazu sagen, sollte. Die Sache war nur mysteriöser geworden, als sie es ohnehin schon gewesen war. Und unheimlicher, sehr viel unheimlicher.
Von dem, was James Eltern zugestoßen war, hatte Remus Sirius auch erzählt, als sie erstmal im Gemeinschaftsraum angekommen waren, was eine ganze Weile gedauert hatte. Zu seiner eigenen Verwunderung stellte Sirius fest, dass ihn die Nachricht zwar bis ins Mark traf, doch nicht...überraschte. Es war ihm als habe er es tief in sich bereits gewusst, oder geahnt. Das erzählte er dem anderen Rumtreiber nicht, es erschien ihm selbst zu...eigenartig und unwahrscheinlich. James und Peter waren nicht da, letzterer musste wie üblich Nachsitzen und Ersterer hatte für den Abend das 1. Quidditchtraining seit der schrecklichen Nachricht anberaumt. Remus Worten nach war James zuerst ein Schatten seiner Selbst gewesen, ein geschlagenes Wrack, das vor zwei Tagen, ähnlich wie Sirius, abrupt aus dem Abgrund aufgetaucht und fast wieder ganz die stolze, prachtvolle Galleone war als die es die Weltmeere gekreuzt hatte. Immerhin etwas, wie Sirius fand, wenngleich der junge Black vermutete, dass im Innern seines Freundes nach der Flaute jetzt lediglich der Sturm aufzog. Gut so, das bedeutete Leben. Als die Sprache auf Valentin Riddles Rolle bei dem Zusammenbruch zu sprechen kam verspürte Sirius, zu seinem Erschrecken, dass an Stelle von Wut kalte, schleimige Angst durch seine Eingeweide zu kriechen begann. Offenbar musste der Reinblüter erbleicht sein, denn als er einen Moment später verkündete, dass er sofort zum Quidditch-Feld aufbrechen würde und folglich seinen Besen und den Umhang herbeizauberte, reagierte Remus mit heftigem Widerspruch, der erst zum Erliegen kam, als Sirius ihm hoch und heilig versprach dieses Mal nur zuzusehen, und seinem Freund sogar den Besen überließ. Dies war dem Black immer noch lieber als seine neugefundene Feigheit offen einzugestehen.

Das Herz wurde Sirius leichter, sobald er durch das Schloss-Portal auf das Gelände trat und die erste, frische Brise seit langem um seine Nase wehte. Es war schon Dunkel, doch der Weg zum Feld zum Glück von Fackeln erleuchtet, so dass Sirius nicht ins Straucheln kam. Beinahe wünschte er trotzdem, den Besen einfach als Krücke mitgenommen zu haben, ein derartig trauriger Gedanke, dass der Gryffindor einen Moment später schon aus Trotz die Haltung straffte und sogar einen Schritt Tempo zulegte.
Je näher er dem Feld kam, desto wacher, lebendiger und besser fühlte er sich. Wie hatte er es vermisst! Wie sehr war er im Schloss...und seinem eigenen Geist gefangen gewesen? Bei den gegebenen Lichtverhältnissen stand Sirius fast auf dem Platz zwischen den Ringen, bevor er wirklich Gestalten in rot-goldenen Umhängen auf fliegenden Besen erblicken konnte, und diese waren so in das komplizierte Tänzchen vertieft, welches sie aufführten, dass es einige Zeit dauerte, bis eine weibliche Stimme, die er nicht zuordnen konnte, durch die Luft schallte: "James! Sieh nur! James!", und nur einen Sekundenbruchteil später schossen die Helden der Gryffindor-Quidditchmannschaft zu ihrem fast verloren geglaubten Kameraden herab.
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Muireall Gràinne
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BeitragThema: Re: Erstes Wiedersehen x 2   Do Mai 04, 2017 7:28 am

Der Wind rauschte durch die roten Haare der Jägerin, welche sich wohlweißlich einen Pferdeschwanz gebunden hatte, damit ihre Sicht nicht eingeschränkt wurde. Es war ziemlich Dunkel, und so geriet das Spiel zu einer wahren Herausforderung, doch James hatte nur gemeint, dass sie auf diese Art als Team am Ende nur noch besser funktionieren würden, und da gab Muireall ihm Recht. Leider, und das wusste auch James, würden beim nächsten Spiel nicht nur die Lichtverhältnisse ihr Gegner sein. Slytherin hatte, in unerwarteter Großzügigkeit, darauf verzichtet das Spiel zwischen den beiden Häusern auszutragen, während Kapitän und Treiber außer Gefecht gesetzt waren. Die Partie würde nachgeholt werden, doch planmäßig stand als nächster Gegner Ravenclaw auf der Agenda, das drittletzte Spiel der laufenden Saison. Die Raben waren keine leichten Gegner, stärker als Hufflepuff und sie hatten keinen wochenlangen Trainingsausfall gehabt. Niemand hatte sich zu...getraut Potters Stelle einzunehmen, und wenn es nur vorrübergehend gewesen wäre.
Die Gràinne war ein wenig überrascht gewesen, welch ein hohes Maß an Langeweile das fehlende Training für sie bedeutete, sich die Zeit mehr schlecht als Recht mit Joggen, Dehnübungen, Musik und Büchern vertrieben. Jetzt flog sie, und während sie spielten war es, als sei alles wieder...normal.
Klar, sie verfehlten häufiger den Quaffel, doch es schien nicht als habe die kurze Pause James Fertigkeiten in irgendeiner Art und Weise beeinträchtigt, und er schlug sich sogar noch ein wenig besser als sie oder Eric Munster, der dritte Jäger im Bunde. Zugegeben, mehr als einmal äußerte der Sucher Willikins den Verdacht, der Schnatz habe sich in Richtung des Waldes verloren, doch das goldene Biest tauchte immer genau dann auf, und tanzte um einen der Ringe, wenn sich das Team anschickte in die Richtung zu fliegen. Ihr Hüter, Foster, stürzte einmal beinahe vom Besen, als er in der Dunkelheit die Umrisse des linken, äußeren Rings falsch abschätzte und mit dem einen Arm darin hängen blieb, doch der schlaksige Fünftklässler hielt sich fest und klemmte die Beine reichtzeitig zusammen um auf dem Besen sitzen zu bleiben.
Die blasse, heterochrome Hexe dachte mehr als einmal, dass dieser Moment am liebsten anhalten sollte, nach den Wochen der drückenden Stille und Tristesse im Gemeinschaftsraum der Gryffindors - und das wollte etwas heißen, denn Muira war alles andere als gesellig. Die Schottin mit dem unaussprechlichen Namen hatte gerade den Quaffel in einer bogenförmigen Flugbahn geschickt in James Flugbahn geworfen, damit dieser zum Wurf auf die Ringe ansetzen konnte, dann tauchte im Winkel ihres grünen Auges eine gestalt im Umhang am Rand des Feldes auf. Sie stoppte ihren Zunderfauch und schwabte einige Sekunden in der Luft, unschlüssig, was davon zu halten war. Ein Ravenclaw, der ihre Bemühungen beobachten wollte? Der wäre sicher nicht so offen in ihr Sichtfeld getreten, der Schein der Fackeln erhellte sein Gesicht und...: "James! Sieh nur! James!", stieß Muireall aus, die Augen weit aufgerissen. Nur einen Schockmoment später jagte sie hinter dem Rest des Teams her, welches auf Sirius zuflog.
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James Potter
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BeitragThema: Re: Erstes Wiedersehen x 2   Mo Mai 08, 2017 6:51 am

James hielt sich mühevoll auf seinem Besen. Seine klammen, eiskalten Finger umschlossen das harte Holz, welches unter seinen Fingern zu vibrieren schien. Die Nacht war klar und ruhig, doch nicht warm und obwohl er wettergerecht gekleidet war, durchzog ihn die Kälte, wie löchrige Lumpen. Die letzten zwei Wochen waren wie in einem beständigen, fieberhaften Albtraum an ihm vorbeigezogen und nur durch das Drängen seiner Mannschaft, als auch seiner Freunde hatte er sich dazu durchgerungen dieses erste Training anzusetzen. Sie hatten ihm vorgeworfen, wie lange es bereits her war, dass sie trainiert hatten und trotzdem kam ihm das alles hier so trivial und albern vor, nach dem, was noch immer seinen Verstand und ganzes Denken einnahm. Mittlerweile hatte er sich eine mühevoll zusammengesetzte Maske angefertigt, die er nur dann ablegen konnte, wenn er allein war. Sie schütze ihn vor den bemitleidenden Blicken der anderen, die so taten, als wüssten sie, was er durchmachte. Doch diese ganzen Heuchler wussten nichts. Absolut gar nichts. Er fühlte sich, als wäre er nichts mehr, als nur noch eine Hülle. Sein Inneres schien in meisterlicher Perfektion ausgekratzt und von seinem starken, inneren Kern war nichts geblieben. Er war eine hauchdünne Glasfigur, die in wackligem Gleichgewicht an der Klippe einer stürmischen Insel stand und er wusste, dass es nichts als einen Windhauch benötigte, um ihn hinabzustoßen. Eine Frage von Sekunden. Jedes Lachen, welches mühsam seine Kehle emporstieg, klang so gekünstelt in seinen Ohren, doch anfängliches Beileid, die gezwungene Teilnahme und später pure Naivität und das Verlangen, sich vorzuspielen, alles sei wieder okay, ließ andere nicht an der Existenz seiner anscheinend wiedergewonnen Lebensenergie zweifeln. Wie gerne sich der Mensch doch einbildete, alles sei in Ordnung, selbst wenn man zu genau wusste, dass dies nicht der Fall war. Es war fast schon ein interessantes Phänomen dabei zuzuschauen, wie die Schüler und Lehrer, die ihm gegenüber traten, die Augen vor dem verschlossen, was ihnen Angesicht zu Angesicht entgegentrat und sich mit flehentlicher, gnädiger Bereitschaft von ihrem Unterbewusstsein mitreißen ließen, auf dass es alle Informationen, die die Intuition, der natürliche Menschenverstand und die Empathie ihnen lehrte, einfach verdrängt würde. Und war Verdrängung nicht so viel leichter? James empfand schon fast so etwas, wie Neid ihnen gegenüber. Wie gerne er einfach verdrängt hätte. Doch das war absolut unmöglich. Es verging kaum eine Sekunde, in der er nicht an seine Eltern dachte. An das stolze, warme, liebevolle Strahlen der Augen seines Vaters und dieses vertraute, zärtliche Lächeln seiner Mutter. Der Gryffindor war gebrochen- nein, er war gesprungen, zerschmettert, zerstäubt in tausend Partikel, von denen es unmöglich schien, sie jemals wieder zusammenzusetzen, geschweige denn sie zu Teilen zu formen, die man nicht einmal mit Gewissheit hätte reparieren können. Die Nachricht hatte ihm allen Sauerstoff geraubt. Er fühlte sich, wie mit einem Fluch belegt, der die Luft in seinem Umfeld komplett absorbierte. Jeder Atemzug fühlte sich so schmerzhaft an, wie es nur der vor dem schmerzlichen Ableben einer Seele sein konnte, die noch nicht bereit war, zu sterben. Die Minuten zogen wie unter Drogen an ihm vorbei. James fühlte sich, als hätte er keinen Einfluss auf das, was um ihn herum geschah und was mit ihm geschah. Seine Antworten waren keine bewusste Entscheidung mehr, sondern nur noch mechanische Abläufe, deren Auftrag, als auch Ausführung nun nicht mehr seine Aufgabe war. Er saß hinter einer Glaswand und konnte nur dabei zuschauen, was passierte. Der körperliche, aggressive, stechende Schmerz war mit den Tagen einem dumpfen, beständigen, wellenartigen Impuls gewichen, der jeden seiner Herzschläge begleitete und kein Blut durch seine Adern schießen ließ, sondern zähe, graue Masse. Hatte der Qudditchcaptain gedacht, man hätte ihm alles genommen, was ihm etwas bedeutete und ihn einfach jeden Untergrunds beraubt, so war ihm kaum ein paar Stunden später auch das genommen worden, was tatsächlich sein letzter Funken hellen Lichts gewesen wäre. Den Geschehnissen und der quälenden Erkenntnis, dass nichts so selbstverständlich, ja gar ewig war, wie es schien, schuldete er, dass seine Hoffnung auf die Rettung seines besten Freundes kaum mehr als ein winziges Glimmen gewesen war, das sich, kaum, dass ihn die Nachricht seines Fundes und des komaähnlichen Zustandes des Blacks erreicht hatte, erlischt war. Was war Hoffnung schon anderes, als eine naive Selbstschutzfunktion des Gehirns, damit man nicht einfach auf der Stelle zusammenbrach und seinen Verstand verlor? Eine weitere der vielen Einsichten, die er hatte machen müssen und ihm schmerzlich lehrten, wie die Welt außerhalb der bunten Seifenblase aussah, die die Lehrer um ihre Schüler in Hogwarts aufrecht erhielten. Erst der Aufschrei Muirealls ließ seinen Kopf in ihre Richtung zucken. Sie war einige Meter entfernt und die wenngleich eher milde Dunkelheit der hell erleuchteten Nacht, machte es ihm im ersten Moment schwierig nicht nur sie ausfindig zu machen, sondern auch das zu erkennen, worauf sie deutete. Einige der sich näher befindlichen Spieler begannen schon auf das Objekt am Boden zuzurasen und als sich dieses Ding- nein- der Mensch noch etwas mehr auf das Quidditchfeld zubewegte, da erkannte James ihn. Noch immer war Sirius nicht mehr, als eine schwarze Silhouette, die weder Gesicht, Kleidung noch etwas anderes zu verraten vermochte, doch die Abläufe jeder Bewegung, sogar seiner schwachen, eher schleppenden Erscheinung, erkannte der Gryffindor sofort. Er hätte ihn überall erkannt und das dort unten war er. Der junge Mann, der ihm war, wie ein Bruder und noch ehe er sich wirklich dazu entscheiden konnte, schoss er schon auf den Black zu. Andere Spieler hatten ihn schon lange erreicht, doch statt ihn zu begrüßen, oder ihn zu umarmen, ihn mit Fragen zu bombardieren, wie es sicherlich ihr Verlangen war, hielten sie Abstand, als gebührte nur ihm, James, und nur ihm dieser Moment mit dem dunkelhaarigen, gutaussehenden Gryffindor und Rumtreiber. James sprang schon von seinem Besen, als dieser dem Boden noch einige Meter entfernt war. Er spürte fiesen, stechenden Schmerz in seinen Füßen, der blitzschnell seine Knochen emporschoss, doch er ignorierte es, lief eilig auf seinen Freund zu, begann zu rennen. Das erste Mal spürte er die Kälte wieder richtig auf seiner Haut und nicht, wie unter halbabgeklungener Betäubung. Das erste Mal hatte er seine Eltern vergessen und das erste Mal schossen ihm die Tränen in die Augen, doch nicht aus Trauer, sondern purer Freude und Erleichterung. Er fühlte sich leicht und zeitgleich brach so eine riesige Last über ihm zusammen, dass er das Gefühl hatte erschlagen werden zu müssen, als er sich in Sirius Arme warf und sein Gesicht an der Schulter seines besten Freundes vergrub. Vertrauter Geruch nach tiefem Wald und dunklem Holz, feuchtem Moos und frischer Erde stieg ihm in die Nase und bebend presste er sich enger an den Rumtreiber. Seine Finger krallten sich in Sirius Rücken und dessen dunkle, von der Nacht feucht-kühle Robe. Er spürte, wie sein gesamter Körper zitterte und wie heiße Tränen immer intensiver in seinen Augen brannten und obwohl ihn so ein Gefühlsausbruch vor den anderen Teammitgliedern noch vor kurzem absolut fern gewesen wäre, so hatte er sie nun komplett vergessen. Die Umgebung löste sich in der feinen abendlichen Brise mitsamt seiner Trauer über den Verlust seines besten Freundes auf und wurde unbemerkt hinfort getragen.
Sirius!“, brachte der junge Mann Gryffindors hervor, der in den Armen seines besten Freundes schon fast zu dem kleinen Jungen wurde, der er vor Jahren gewesen war. Seine Stimme klang kratzig und rau, durchsetzt von den prickelnden Gefühlen, die ihn drohten zu übermannen und seine Beine schwach werden ließen.
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Sirius Black
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BeitragThema: Re: Erstes Wiedersehen x 2   Sa Mai 13, 2017 6:48 am

Obwohl die Begrüßung nicht gerade typisch für seinen besten Freund war, wunderte sich Sirius dennoch nicht, er verstand wie James die vergangenen Wochen im Mark seiner Knochen sitzen mussten. Da war es egal, dass das gesamte Team nur wenige Schritte entfernt im Halbunkel stand und Zeuge des Gefühlsausbruchs wurde. Der Black hatte zwar einige Momente alle Mühe gehabt das Gleichgewicht zu wahren, doch jetzt stand er sicher und drückte den Freund, der für ihn ein Bruder war, an sich und versuchte ihm Halt zu geben. "James...", noch immer krächzte seine Stimme und jetzt war sie zusätzlich belegt. "Du siehst...scheiße aus.", setzte er hinzu, wobei er den Freund ein wenig von sich schob und kritisch musterte. Der Gryffindor grinste matt, er selbst wirkte ein bisschen wie ein Mensch, den ein Troll ordentlich ausgeklopft hatte. "Kaum bin ich fünf Minuten weg...", das Lächeln wurde ein wenig traurig, als er an Mr. und Mrs. Potter dachte, brach im Satz ab und blickte James an: "Es tut mir so Leid, James.", es war klar, was Sirius meinte. "Ich habe Remus im Gemeinschaftsraum getroffen, er hat mir gesteckt, dass ihr hier seid.", davon ausgehend, dass James das Thema in diesem Augenblick wohl nicht vertiefen wollen würde wechselte er rasch zu dem über, was die kleine Gruppe zusammenbrachte: "Tja...habt ihr schon einen passenden Ersatz für mich gefunden oder trainiert ihr nur ein bisschen Speck ab?", der Rumtreiber schaffte es fast sich zu benehmen, als sei alles beim Alten und dies ein normales, abendliches Training.
"Wer könnte dich ersetzen, Black?", schnaubte Lucas Foster, ihr Hüter. Er schlanke, ein wenig zu groß geratene Junge grinste. Sirius lachte nur und hob den Daumen. "Ich hoffe ihr seid noch nicht müde, Sportsfreunde. Ich bin so richtig ausgeschlafen.", der Rumtreiber sah aus als habe irgendjemand auf ihm geschlafen, doch seine Stimme hatte an Kraft gewonnen, während er frotzelte.
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