The Dark Times

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 Dreams and Stars

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Valentin Riddle
Slytherin
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BeitragThema: Dreams and Stars   Mi Mai 03, 2017 3:08 am

Der See war eine große, schwarze Fläche, die sich am ebenso dunklen Boden ausbreitete, den Valentin von seinem kleinen Balkon, außen an seinem Turm, sehen konnte. Im Gegensatz zu Grasland und Wald, der dritten, finsteren Masse, glänzte der See im Licht des Mondes, und der Sterne am Himmel über ihnen allen. Kaum eine Wolke war zu sehen, das Lichtermeer der Gestirne breitete sich am endlosen, undurchdringlichen Nichts des Alls aus. Eine schwache Brise regte sich in der kühlen Nachtluft, doch eine bezwingende Stille umfing die Szenerie, sanft und unerbittlich. Der Schulsprecher gedachte nicht daran die Ruhe zu stören, als er geräuschlos durch den mitternachtsblauen Vorhang trat, der den Durchgang von Innen abschirmte.
Riddles Miene war auf eine entspannte Art ausdruckslos, seine großen Augen fingen das Licht am Firmament und seine Spiegelung im fast regungslosen Wasser des Sees ein, wie Sprenkel von Silber ein. Wenngleich er den Anblick gewohnt war so konnte Valentin sich doch kaum daran satt sehen, die Unendlichkeit und Unvergänglichkeit dieses Schauspielts erfüllte seine Sinne und ließ die Welt für ihn auf eine Art und Weise klar hervortreten, die ein Kribbeln durch Valentins Körper fließen ließ.
Ein kaum weniger bemerkenswerter Anblick bot besagter Körper selbst. Im silbrigen, kalten Schimmer war der Halbveela weiß wie Schnee, seine Haut schien das Licht stärker einzufangen, als es möglich war und selbst einen schwachen Schein abzugeben. Das prachtvolle Haar glitztere geradezu von Sternenfunken, und verschmolz mit dem sparsamen, silbernen Gewand, welches den Körper Valentins an den wichtigsten Stellen verhüllte.
Der weiße Kater, mit dem er sein Gemach teilte, saß halb aufgerichtet auf der Brüstung des zierlichen Alkovens und ließ sich, mit sichtlichem Wohlbehagen, von seinem einzigartigem Freund kraulen. Die schlanken Finger tanzten durch das lange, seidige Fell, wobei Valentin tunlichst vermied den Gefährten mit seinen scharfen Nägeln zu verletzen.
'Worüber denkt Ihr nach?', fragte Sir James mit sonorer, samtiger Stimme. Es dauerte einen Moment bis er eine Antwort erhielt, doch schließlich erwiderte Riddle: "Über Träume.". Genau genommen hatte der Slytherin daran gedacht nicht weiter über die Traumbegegnung mit der Ravenclaw sinniert zu haben, was sich natürlich im selben Augenblick geändert hatte.
Der große Kater war natürlich kein Gedankenleser und hob entsprechend eine Augenbraue.
Valentin lächelte abwesend, schwieg wieder eine Weile und sagte dann: "Ich hatte kürzlich das kleine Vergnügen eine Reise in die, bemitleidenswert triste, Traumwelt von Ms. Philbrick zu unternehmen."
Sir James hob auch noch die andere Augenbraue und wirkte so leicht verduzt, stellte die Anmut seines Schnäuzchens allerdings rasch wieder her. Tatsächlich wusste der Kater über einiges, das in Hogwarts vor sich ging, Bescheid und so brauchte er nicht zu fragen wer Miss Philbrick war, wenngleich er den Namen aus Vals Mund noch nie gehört hatte.
'Was verschafft ihr die Ehre?', fragte der Kater, in einem Tonfall der milden, liebevollen Spott ausdrücken mochte, gemünzt auf die reichlich unbescheidene Selbstwahrnehmung des androgynen Schulsprechers.
Immun gegen derartige Untertöne war Valentin anzusehen, dass er davon ausging, sein pelziger Gefährte sehe die Sache genauso wie er selbst. "Ein leidlich kurzweiliges Duell zwischen inkompetenten und minderbegabten Schülern.", der Kater ersparte sich die Frage, ob Riddle damit sich selbst einschließe. 'Ihren Träumen fehlt es also in euren Augen an Farbe, Master Riddle?', schnurrte das Tier stattdessen.
"Zweifellos, doch ich habe Hoffnung, dass sich dies ändern wird.", der Halbveela lächelte auf eine fast unheilvoll freundliche Weise.
'Wenn Ihr noch öfter in ihrer Traumwelt umherspukt ist die Veränderung wohl gewiss.', wieder war eine feine, sarkastische Note in der Stimme des Katzentiers, doch wieder perlte sie zur Gänze an der himmelschreienden Arroganz des Slytherin ab.
"Ms. Philbrick benötigt sicherlich meine Anleitung um dem toten Grau ihrer Gedankenwelt zu entkommen, doch ich hege die Hoffnung, dass sie die Ketten sprengen wird.", das Kichern Riddles war nicht unangenehm, aber auch nicht freundlich.
Der Schulsprecher hob den Blick zum Horizont und verfiel in Schweigen, erstarrte geradezu, bis er einer Porzellanpuppe glich.
Sein Blick wurde leer, die Amethyste nur noch tote Spiegel des Sternenlichts.

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Dieser Traum war anders als der Letzte, statt einer leeren, grauen Straße und unansehnlichen, kalten Häusern gab es einen kleinen Platz mit einem Brunnen in der Mitte, Markständen darum herum und kleinen Cafés. Menschen saßen an Stühlen, tranken Kaffe, aßen Kuchen und Becher mit Eis und Sahne, Früchten, Schokolade...diese Erinnerung, so es denn eine war, gefiel Valentin besser, aber er sah zu viele Muggel und wünschte sich, den kleinen Platz ohne sie auf sich wirken lassen zu können. Zum Glück bedeutete dies nur den Traum des Mädchens ein wenig abzuändern, stärkere Einflussnahme mochte unter Umständen dazu führen, dass er die Verbindung verlor. Ihr Faden war eben erst wieder zum Leben erwacht, jetzt musste er wachsen und erstarken.
Das Wasser im Brunnen reflektierte auf eine hübsche Art und Weise die Strahlen der Sonne, Val setzte sich mit einer gleitenden Bewegung auf den Rand, ebenso, dass seine Kleidung nicht nass wurde. Einer spontanen Eingebung folgend trug er eine eng anliegende, weiße Hose mit einem silbernen Gürtel, der stilisierten Rosenranken mit einer blutroten Schnalle in Form einer Blüte nachemmpfunden war. Darüber trug Riddle ein offenes, smaragdgrünes Hemd, dessen Farbe unglaublich intensiv war. Der Halbveela ließ die Kopfreihe offen, so dass sein makelloser, auf eine mädchenhafte Art sportlicher, Oberkörper mehr oder weniger zu sehen war. Trotzdem wirkte er so auf eine männlichere Art androgyn, was möglicherweise offenbarte, warum er im Gegensatz zu richtigen Veela beide Geschlechter gleichermaßen (nicht) beeinflusste, also eher auf dafür empfängliche Charaktermerkmale oder passende Hormone abzielte. Und auch, warum Val kaum Kontrolle darüber hatte. Das Haar des Slytherin sah aus wie gesponnenes Gold, ob dies lediglich eine Folge des goldenen Sonnenlichts war oder in dessen Absicht lag, war schwer zu sagen.
Riddle ließ den Kopf in den Nacken hängen, so dass die Spitzen seiner Haare ins Wasser tauchten und blinzelte dem Himmel entgegen.

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